Programm

25.06.

Las Hermanas Caronni & Kaçinari & Craffonara

  • Bozen, Schloss Runkelstein
25.06.
Mo., 25. Juni 2018 - 20:30
Las Hermanas Caronni & Kaçinari & Craffonara
Bozen, Schloss Runkelstein - 17,00 €, Konzertkasse 19:30

Las Hermanas Caronni & Kaçinari & Craffonara

Zwischen Klassik, Chanson und Kammerfolk

Laura Caronni: Violoncello, Stimme; Gianna Caronni: Klarinette, Stimme; Rina Kaçinari: Violoncello, Stimme; Maria Craffonara: Violine, Stimme

Vier Damen mit Herkunft – im Spannungsfeld zwischen Klassik, Chanson und Kammerfolk: Zwei argentinische Zwillingsschwestern mit Tessiner, spanisch-jüdischen und russischen Wurzeln und Wohnsitz in Frankreich treffen auf eine Südtiroler Ladinerin und eine Kosovarin mit starkem Wienbezug. Alle vier sind sie mehrsprachig und im Schmelztiegel verschiedener Kulturen aufgewachsen, haben jahrelange Bühnenerfahrung sowohl im klassischen als auch im Crossover Bereich, alle vier sind sie Komponistinnen, Texterinnen und Interpretinnen ihrer eigenen Werke. Diese außergewöhnliche Produktion ist eine Auftragsarbeit für das Festival Glatt & Verkehrt, die in Südtirol erarbeitet wurde und bei den Klangfesten auf Schloss Runkelstein zum ersten Mal aufgeführt wird.

Eine Koproduktion von Kulturverein arcus raetiae (Mals), Klangfeste Schloss Runkelstein (Bozen) und Festival Glatt & Verkehrt (Krems).

 

Konzertpate: Nordwal


27.06.

Quadro Nuevo

  • Bozen, Schloss Runkelstein
27.06.
Mi., 27. Juni 2018 - 20:30
Quadro Nuevo
Bozen, Schloss Runkelstein - 17,00 €, Konzertkasse 19:30

Quadro Nuevo

Flying Carpet – Ein mitreißender Flug über Abend- und Morgenland

Evelyn Huber: Harfe, Salterio; Mulo Francel: Saxophone, Klarinetten, Mandoline; D.D. Lowka: Kontrabass, Perkussion; Andreas Hinterseher: Akkordeon, Vibrandoneon, Bandoneon

Die Musik des mehrfach ECHO-gekrönten Ensembles erzeugt einen Auftrieb, der das Publikum mit sich reißt: Der Teppich hebt ab. Getrieben zwischen östlichen und westlichen Winden schwebt er durch schillernde Klanglandschaften. Quer durch das alte Europa, über den wilden Balkan, kaukasische Gebirge und mediterran-glitzernde Inselwelten bis in den Orient. Dazwischen riskante improvisatorische Höhenflüge und elegisch-mystische Passagen. Hier und dort blitzt ein Tango auf, der von abenteuerlichen Tagen im fernen Argentinien erzählt. Der Teppich trägt uns aber auch über die Grenzen von Kulturen und Ideologien.
Quadro Nuevo reist seit 1996 durch die Welt: Immer auf der Suche nach magnetischen Melodien, immer inspiriert von Kulturen, deren Menschen und Mythen. Zwischen Bayern und Buenos Aires führten die Streifzüge oft schon in den Orient, wo ein reger respektvoller Austausch zu dortigen Kollegen entstand.
Ihr aktuelles Album „Flying Carpet“ spielten sie zusammen mit der Sufi-Band Cairo Steps und Gästen aus Ägypten ein. Ein wunderbarer Ritt auf dem fliegenden Teppich. Momente, welche eine musikalische Brücke zwischen Okzident und Orient spannen.

 

Konzertpate: Rothoblaas

In Zusammenarbeit mit: Soireen Schloss Tirol


05.07.

Amira Medunjanin & Ante Gelo

  • Bozen, Schloss Runkelstein
05.07.
Do., 05. Juli 2018 - 20:30
Amira Medunjanin & Ante Gelo
Bozen, Schloss Runkelstein - 17,00 €, Konzertkasse 19:30

Amira Medunjanin & Ante Gelo

Die Edith Piaf der bosnischen Volksmusik

Amira Medunjanin: Gesang; Ante Gelo: Gitarre

Sevdah bedeutet auf Türkisch Liebe und auf Arabisch schwarze Galle. Es ist auch nicht leicht, das bosnische Konzept der Sevdah mit einem Wort zu beschreiben – am nächsten kommt ihm wohl noch die deutsche „Sehnsucht“. Wie Duende im Spanischen oder Fado im Portugiesischen trägt Sevdah viele Bedeutungen in sich – sei es Sehnsucht, Schwermut, Melancholie, Liebe, unerfüllte Liebe, endlose Liebe, ein fieberhaftes Begehren, das den Liebenden wie Malaria heimsucht und sich nicht abschütteln lässt – aber schlussendlich geht es um ein Lebensgefühl, das sich selbst erzählt.
Amira Medunjanin wurde in Sarajevo zu einer Zeit geboren, als die traditionelle Musik in Ex-Jugoslawien eine Hochblüte erlebte. Von ihrer Mutter lernte sie die schönsten Sevdalinke (Sevdah-Lieder), und bald war sie von der mündlich überlieferten Gesangstradition Bosnien-Herzegowinas so fasziniert, dass sie es sich zur Aufgabe machte, die Ausdruckskraft der Sevdah bis ins letzte zu erforschen und ihr eine unverwechselbare Stimme zu verleihen. Jahrelang suchte sie nach Menschen, die ihre Auffassung von Sevdah teilten, und nach der besten Art der Präsentation.
Vom englischen Journalisten Gart Cartwright wurde die Sängerin, Menschenrechtsaktivistin und weltweite Botschafterin der Bosnischen Kultur als die „Bosnische Billie Holiday“ bezeichnet, und das beschreibt wohl am besten, wie sie das Innerste der Sevdah nach außen kehrt und so innerhalb einer uralten Tradition immer wieder neue Formen und Verbindungen schafft.
Auf der Bühne wird Amira vom kroatischen Gitarrenvirtuosen Ante Gelo begleitet.

 

Konzertpate: Verkehrsamt Bozen


10.07.

Ensemble Phoenix München

  • Bozen, Schloss Runkelstein
10.07.
Di., 10. Juli 2018 - 20:30
Ensemble Phoenix München
Bozen, Schloss Runkelstein - 17,00 €, Konzertkasse 19:30

Ensemble Phoenix München

Requiem for a Pink Moon

Joel Frederiksen: Bass, Laute, musikalische Leitung; Timothy Leigh Evans: Tenor; Domen Marincic: Viola da gamba; Axel Wolf: Theorbe, Laute

Eine Hommage an Nick Drake – einen fast vergessenen großen Songwriter der 1970er Jahre: ein Requiem auf einen viel zu früh verstorbenen Künstler
Ausgangspunkt für das Projekt ist das Œuvre des 1974 mit nur 26 Jahren verstorbenen englischen Liedermachers Nick Drake. Ganz im Stil der Pop-Art trägt die letzte seiner drei LPs den Titel Pink Moon (Mondfinsternis). In den Songs werden existenzielle Fragen gestellt, die heute noch genauso aktuell sind wie in den Siebzigern. Hierin gleichen sie poetisch wie musikalisch elisabethanischen Lautengesängen aus der Renaissance – Joel Frederiksens ureigenem Repertoire. Alle Accompagnati wurden von ihm für Laute, Viola da Gamba, Theorbe und Blockflöte arrangiert. Drakes heute weitgehend unbekanntem Musikschaffen (z. B. From the morning, Time has told me oder Which will you go for) stellt das Ensemble Phoenix München Lieder bedeutender Renaissance-Komponisten wie John Dowland und Thomas Campion gegenüber. Teile einer gregorianischen Totenmesse umrahmen zudem das gesamte Programm. Eine außergewöhnliche musikalische Entdeckungsreise!

 

Konzertpate: Zahnarzt Dr. Spinell


13.07.

Ensemble TriOlè & Martynas Levickis

  • Bozen, Schloss Runkelstein
13.07.
Fr., 13. Juli 2018 - 20:30
Ensemble TriOlè & Martynas Levickis
Bozen, Schloss Runkelstein - 17,00 €, Konzertkasse 19:30

Ensemble TriOlè & Martynas Levickis

Gypsy-Jazz, Balkan und Oberkrain aus eigener Feder

Stefan Geier: Akkordeon; Markus Olsacher: Solo- und Rhythmusgitarre; Hanspeter Nocker: Rhythmusgitarre; Uli Seppi: E-Bass; Martynas Levickis: Akkordeon

Die Klänge von TriOlé sprengen die Grenzen der Berge und holen Einflüsse aus allen Erdteilen, um sie in einem einzigartigen Zusammenspiel zu verschmelzen. Dabei entwickelt sich der Tiroler Ländler zu einer Valse Musette, die Oberkrainer Polka wird zum Swing Manouche und der gemütliche Boarische mündet in einen Tango Argentino. 2017 lernten die Musiker von TriOlé den litauischen Akkordeon-Virtuosen Martynas Levickis kennen, der anlässlich einer Fortbildungsreise junger Musikintendanten mit ihren Mentoren in Südtirol weilte. Nach einer spontanen gemeinsamen Musikeinlage im Rahmen eines Abendessens auf Schloss Tirol wurde die Idee eines Gemeinschaftskonzertes geboren.
Martynas Levickis gewann 2010 neben der Akkordeon-Weltmeisterschaft auch die litauische Talentshow Got Talent, wodurch er einem breiten Fernsehpublikum in den baltischen Ländern bekannt wurde. Martynas Repertoire überschreitet bewusst Genre-Grenzen und reicht vom Barock bis zur zeitgenössischen Musik. Schwerpunkt ist die klassische Musik, aber mit Experimentierfreude arrangiert er auch Volksweisen und populäre Musikkompositionen für sein Instrument. Levickis versteht sich als Akkordeon-Botschafter: „Ich habe mir vorgenommen, das Image des Akkordeons neu zu definieren und zu zeigen, dass man dieses Instrument ausgesprochen vielseitig einsetzen kann“.

 

Konzertpate: Bureau Plattner

In Zusammenarbeit mit: Soireen auf Schloss Tirol



vergangene Veranstaltungen 2018

22.06.

Schmid-Breinschmid-Donchev

  • Bozen, Schloss Runkelstein
22.06.
Fr., 22. Juni 2018 - 20:30
Schmid-Breinschmid-Donchev
Bozen, Schloss Runkelstein - 17,00 €, Konzertkasse 19:30

Schmid-Breinschmid-Donchev

Virtuoso Jazz Masters

Benjamin Schmid: Violine; Antoni Donchev: Piano; Georg Breinschmid: Kontrabass

Georg Breinschmid ist ein Suchender, freilich kein verzweifelt die Stirn runzelnder, sondern ein lebensfroh Forschender. Jede Band sei ein Stück Weg in unbekannte Gegenden, jede CD eine kleine Dokumentation, quasi eine Landkarte des neu beschrittenen Terrains, für eventuell Nachfolgende. Bewusst verabschiedete er sich einst von der sicheren Existenz des Orchestermusikers, um sich, gewissermaßen “off mainstream”, seinen eigenen Mainstream zu graben. In diesem Strom ist zunächst das Flussbett mit Namen Groove zu erwähnen. Groove – wörtlich die “Rille” – ist also grundlegend vorhanden, lässt man sich mit Breinschmid ein.

Benjamin Schmid wiederum sollte sich, einst als Wunderkind früh in die Klassik-Szene gesetzt, die Freiheit, die auch Georg Breinschmid meint, durch diverse Genre überschreitende Hakenschläge erst erspielen. Mittlerweile ist er der einzige Geiger von Weltrang, der Jazz wie Klassik, improvisierte Musik wie komplexeste Partituren gleichermaßen hervorragend wie allgemein anerkannt spielt.

“Classic Impro” – die Art, klassische Musik in den Jazz zu transferieren, darf in seinen Händen als geglückte Vermählung betrachtet werden. Antoni Donchev ist dabei ein fulminanter Partner. Der Pianist ist ein Großmeister seines Fachs mit schier unbegrenzten musikalischen, technischen und improvisatorischen Möglichkeiten. Er weiß bezüglich Balkan die vertracktesten Rhythmen schwerelos zu interpretieren und verfügt über einen beglückenden melodischen Einfallsreichtum.

 

Konzertpaten: Pichler, Dejori, Comploj & Partner